Johann Bichler setzt in seinem Weingut ausschließlich auf die traditionelle Handlese - und das aus guten Grund.

Am Ende entscheidet die Qualität – deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, alle relevanten Faktoren zu verbessern. Nach meiner Überzeugung lässt sich das von mir angestrebte Traubenniveau nur durch Handlese erreichen. Dafür sprechen mehrere Argumente.

Einerseits können wir die Beeren direkt im Weingarten selektieren. Das ist entscheidend, da die Reife nie vollkommen gleichmäßig erfolgt und so unreife Trauben sofort aussortiert werden können. Besonders in herausfordernden Jahrgängen haben wir außerdem die Möglichkeit, in mehreren Durchgängen zu ernten und ausschließlich jene Trauben zu lesen, die bereits den gewünschten Reifegrad erreicht haben

Handlese ist schonendste Methode

Hinzu kommt, dass die Trauben bei der Lese nicht verletzt werden und es daher auf dem Weg in den Keller zu keiner vorzeitigen Oxidation kommen kann – die Handlese ist also die schonendste Methode um die Trauben zu ernten. Darüber hinaus kann ich sauberer lesen: Bei der Maschinenlese nehme ich viel mehr Verunreinigungen in Kauf – von Blättern bis zu Staub, der da mitgeht. Am Ende drückt sich das im Wein durch mehr Bitterstoffe aus, ein Unterschied, den man durchaus schmecken kann.